Christus der Medicus

Ein Leitfaden christlicher  Medizin

 Die alten Heilkunden haben ihre Wurzeln in ihrer Religion: die Traditionelle Chinesische Medizin im Daoismus, Ayurveda in den indischen Hochreligionen und die Hippokratische Medizin in der griechischen Mythologie und Götterwelt. Eine christliche Medizin ist unbekannt. Das ist eigentlich erstaunlich, denn Jesus Christus war nach dem einstimmigen Zeugnis der Überlieferung ein großer Arzt und Heiler - der "Christus medicus". Für die Christen der ersten Jahrhunderte galt er als der Schöpfer selbst, der wusste, wie seine Schöpfung funktioniert.Nach heutigem Verständnis ist er nur noch ein Heiland für die Seele, sein Heilen gehört in den Bereich der Wunder, denen man Glauben schenken kann oder nicht. Eine medizinische Bedeutung erscheint unwissenschaftlich und fragwürdig - wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Welt. 

Stellt man Christi Heilen in den Kontext seiner Zeit und seiner Medizin, so findet man bei der großen deutschen Ärztin Hildegard von Bingen eine alte holistische Medizin auf einem hohen Niveau. Sie greift das innerer Anliegen aller Heilkunden auf: barmherzige Liebe (Caritas) - "weil alles Heilen aus Liebe geschieht" (Hildegard von Bingen). Sie beschränkt sich nicht auf menschliche Liebe, sondern erfasst das Wesen der ganzen Schöpfung: sie liebt den Menschen und will ihm helfen. 

 

 Die göttliche Liebe (Caritas) ist in allem verborgen

Sie bewirkt alles: 

wunderbar die Welt über den Sternen

 und liebenswert in allem Lebendigen, 

weil sie den Kuss des Friedens gab 

dem König, unserem höchsten Herrn. 

 Hildegard von Bingen, Symphonia 

 

Caritas habundat in omnia-De imis excellentissima super sidera -atque amantissima in omnia,-Quia summo regi osculum pacis dedit. 

Karibu medicine!